Brahms-Tage | Albstädter Musikfestival
19. – 21. Juni 2026
Schloss Stauffenberg Lautlingen

Künstlerische Leitung:
Michael Wendeberg
VVK: Tourist-Info Albstadt und reservix.de
Der in Ebingen geborene Pianist und Dirigent Michael Wendeberg hat in den letzten Jahren bei seinen Klavierabenden im Lautlinger Schloss je die Hälfte seiner Programme auf kleinen, leicht portablen Tafelklavieren aus der dortigen Sammlung Jehle gespielt und damit das Publikum begeistert. Es handelt sich um eine der wichtigsten Sammlungen von konzertfähigen historischen Tasteninstrumenten in Deutschland.
Um ein zentrales Instrument der Sammlung, einen wundervollen Bechstein-Konzertflügel von 1860, prädestiniert für Brahms und verwandtes Repertoire, dem Publikum vorzustellen zu können, hat Wendeberg dieses Festival initiiert. An drei Tagen finden sechs Konzerte statt, die von Brahms ausgehend unterschiedliche musikalische Wege erkunden.
Stundenplan
Freitag 19. Juni 2026
- 19:00 - 21:00
- Festival-Konzert 1 | »Du müsstest mich im Traume sehn, wenn ich von Dir träume« | Musik und Briefe von Clara und Robert Schumann
- Im ersten Konzert entwickelt sich ein Dialog zwischen Brahms musikalischen Zieheltern Clara und Robert Schumann, durch ihre Briefe, gelesen von Michael Wendeberg, wie durch ihre Klavierlieder, gesungen von Hagar Sharvit. Umrahmt wird dieser Dialog von Schumanns Phantasiestücken Op. 73 und Brahms eigenen Variationen Op. 9 über ein Thema von Robert Schumann. Es musizieren Hagar Sharvit, Giuseppe Guarrera und Michael Wendeberg.
Samstag 20. Juni 2026
- 14:00 - 16:00
- Festival-Konzert 2 | Lass die Saiten weinen, klagen | Brahms und der Balkan | Musik von Franz Liszt, Bela Bartok, Maurice Ravel und Johannes Brahms
- Das zweite Konzert erkundet die romantische Sehnsucht nach einem Leben außerhalb der Beschränkungen der Zivilisation. Die Musik dazu ist natürlich balkanmäßig-ungarisch-rhapsodisch, sogenannte Zigeunermusik, mangels eines besseren Worts. Denn mit der Musik der Roma hat das wenig zu tun, mit der der Sinti noch weniger - sondern das meiste mit den virtuosen Musikkapellen Budapests im 19. Jahrhundert, und mit unserer Phantasie von schrankenloser Freiheit außerhalb gesellschaftlicher, bürgerlicher Ordnung. Musik von Liszt, Ravel, Bartok - und natürlich von Brahms. Es musizieren Hagar Sharvit, Sarah Jegou-Sageman, Killian White, Giuseppe Guarrera und Michael Wendeberg.
- 17:00 - 19:00
- Festival-Konzert 3 | »Aimez-vous Brahms „the progressive“? « | Brahms und die Folgen | Musik von Johannes Brahms, Anton Webern, Arnold Schönberg und György Kurtag
- Brahms galt im 19. Jahrhundert als Konservativer - im Gegensatz zur »Zukunftsmusik« der Neudeutschen um Richard Wagner. Erst die nächste Generation um Schönberg entdeckte, wie modern diese Musik ist - und dieses Programm gibt uns die Möglichkeit, den Gemeinsamkeiten zwischen ihm und »Brahmsianern« der nächsten Generationen nachzuhören. Klavier- und Kammermusik von Kurtag, Webern, Schönberg - und Brahms. Es spielen Sarah Jegou-Sageman, Killian White, Giuseppe Guarrera und Michael Wendeberg.
- 21:00 - 22:30
- Festival-Konzert 4 | »Intime Mitteilungen« | Musik und Briefe von Johannes Brahms
- Brahms galt als persönlich verschlossen, norddeutsch wortkarg, von trockenem Witz. Gleichzeitig sagte er von seiner Musik, an jeder Note hingen nicht Tränen, sondern Blutstropfen. Diese Programm geht sowohl seinem Halb-sich-Aussprechen in den Briefen, als auch seinen persönlichsten Bekenntnissen in den Klavierliedern nach. Hagar Sharvit, Mezzosopran und Michael Wendeberg, Klavier und Rezitation.
Sonntag 21. Juni 2026
- 11:00 - 13:00
- Festival-Konzert 5 | »Unbewusst auf Bachs Wegen« | Musik von Johann Sebastian Bach, Johannes Brahms und Felix Mendelssohn-Bartholdy
- Ein immer wiederkehrender Bezugspunkt von Brahms und dem Klassizisten unter den deutschen Romantikern, Felix Mendelssohn- Bartholdy, war die Musik von Johann Sebastian Bach. Daher Brahms Ausspruch, er wandle kompositorisch ‚ unbewußt auf Bachs Wegen. Es erklingt Bachs Violinsonate e-Moll, Mendelssohns d-Moll-Trio sowie Brahms e-Moll-Cellosonate. Es spielen Sarah Jegou-Sageman, Killian White, Giuseppe Guarrera und Michael Wendeberg.
- 17:00 - 19:00
- Festival-Konzert 6 | »Wien, mein Wien!« | Musik von Johann Strauß, Alexander von Zemlinsky, Johannes Brahms und Fritz Kreisler
- Das letzte Konzert des Festivals ist eine Hommage an Brahms Wahlheimat Wien. Da darf Johann Strauß nicht fehlen, unter dessen Donau-Motiv Brahms schrieb »Leider nicht von mir«. Weiters erklingen Walzerpiecen von Fritz Kreisler, Lieder von Alexander Zemlinsky und ein echtes Wienerlied. Es musizieren Hagar Sharvit, Sarah Jegou-Sageman, Killian White, Giuseppe Guarrera und Michael Wendeberg.

